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Ende des Landwehr-Streits – FWG bringt Konfliktparteien an einen Tisch

Das Thema Stadtentwicklung ist für die Freie Wählergemeinschaft eines der zukunftsentscheidenden für unsere Stadt. Der Bau des Kreisverkehrs, die geplante Umgehungsstraße, die Entwicklung der Ersten und Zweiten Straße sowie des Bereiches Mühlendorf sind Teilbereiche, die unser zukünftiges Stadtbild und damit die Attraktivität von Neuenrade prägen werden.

Ein brisantes Beispiel für eine fehlgeleitete Stadtplanung hingegen ist das Bauprojekt Bahnhofstraße/Ecke Landwehr.

Dort sollten drei öffentlich geförderte Mehrfamilienhäuser entstehen, die im Vergleich zu den direkt benachbarten, eingeschossigen Einfamilienhäusern diese völlig überdimensioniert überragten. Nach Westen erzeugt die Mehrfamilienhausplanung eine erdrückende Gefängnishofwirkung und nimmt den Nachbarn die Sonne. Das hatte sich keine der Häuslebauer-Familien beim Kauf ihres Grundstückes und dem Bau ihres Hauses erträumt. Beurkundet worden war in allen Erbbaurechtsverträgen ein Lageplan mit eingezeichneten Einfamilienhäusern, der auch auf dem Bauschild abgebildet war.

Die Nachbarschaft tat sich zusammen, suchte Hilfe und fand sie bei der Freien Wählergemeinschaft, die mit sachkundiger und individueller Unterstützung half. Gemeinsam mit den Anwohnern erkämpften wir vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster in zweiter Instanz einen Baustopp. Die Nachbarschaft ging dann einen Riesenschritt auf den Bauherren zu und beauftragte die FWG-Fraktionsvorsitzende zusammen mit dem eingeschalteten Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit der Verhandlung eines Vergleichs zwischen dem Bauherren, dem Märkischen Kreis als Baugenehmigungsbehörde und den direkten Nachbarn. Nach harten Verhandlungen fand sich ein gemeinsamer Kompromiss. Das Gesamtgebäude fällt jetzt 3 Meter niedriger aus. Die seitliche hintere Garagenanordnung wurde aus dem Wohn- und Schlafbereich des hinteren Nachbarn nach vorne verlegt. Der geplante Lärmschutzwall verläuft nur noch über das Grundstück des Mehrfamilienhauses und nicht mehr über die benachbarten Einfamilienhausgrundstücke. Weitere bauliche Einzelverbesserungen sind vereinbart.

Immer noch nicht schön, aber sicherlich eine erhebliche Stufe besser als die zunächst vorgelegte Planung. Das Fazit lautet jedoch: Der ganze Ärger hätte vermieden werden können, wenn die Planung zuvor im Bau- und Planungsausschuss und/oder dem Rat diskutiert worden wäre und damit Öffentlichkeit auch für die von der Planung völlig überraschte Nachbarschaft hergestellt worden wäre.

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Die Artikel stellen wir Ihnen mit freundlicher Genehmigung der Westfälischen Rundschau und des Süderländer Volksfreundes als PDF-Download zur Verfügung.


FWG stellt Folgeantrag zur Landwehr im Bau- und Planungsausschuss


Um Derartiges zukünftig zu vermeiden, brachte die FWG am 21.01.2010 einen Antrag ein, der beinhaltete, dass zukünftige Neubauplanungen über 2.000 m3 umbauten Raum im Bau- und Planungsausschuss beraten werden müssen. Mit einigen Ergänzungen durch die Verwaltung beschloss der Rat der Stadt Neuenrade am 05.05.2010, dass ab sofort Wohnungsbauvorhaben über 2.000 m3 sowie landwirtschaftliche Gebäude und Industrie- und Gewerbebauten über 3.000 m3 im Bau- und Planungsausschuss vorgelegt und beraten werden.

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