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Demo gegen Windkraftanlagen auf dem Kohlberg

Sehr viele Teilnehmer aus Dahle und Evingsen machten das Haupt der Demonstranten aus. Neuenrader Bürger, die das Vorhaben auf dem hauseigenen Kohlberg ja auch angeht, waren kaum vertreten. Man kann rätseln, warum das wohl so gewesen ist. Sei es aus Angst vor Repressalien am Arbeitsplatz, Angst um ausbleibende Zuschüsse für Vereine und Verbände (…) oder ganz einfach Interessenlosigkeit?

Bis ins Jahr 2015 ging Wilfried Bracht zurück und machte noch einmal den planerischen Vorgang der Windkraftanlagen auf dem Kohlberg deutlich.

Selbst die Junge Union Neuenrade sieht den Windpark auf dem Kohlberg, im Gegensatz zu der Mutterpartei kritisch und bezieht eindeutig Stellung. Nach Auffassung der JU Neuenrade wird die Nähe der Windräder zu den Orten Dahle und Evingsen sowie zur Neuenrader Innenstadt als gesundheitsschädlich eingestuft.

Die gesundheitlichen Folgen für Mensch und Tier sind überhaupt nicht absehbar.. so die JU. Wie und wo die nötigen Hochspannungsleitungen hergeführt würden ist ebenfalls noch total unklar. Auf dem Kohlberg sind schützenswerte Rotmilane und Fledermausarten durch den Bau der Anlagen auf das äußerste gefährdet.

Von den Neuenrader Parteien waren gestern zwei Mitglieder der „Freien Wählergemeinschaft Neuenrade“ vor Ort. Der Parteivorsitzende der FWG, Detlef Stägert, sprach von einem nicht wieder gut zumachenden Eingriff in die in jahrhunderten gewachsene Natur des Kohlbergs. Generationen von erholungssuchende Menschen aus nah und fern tankten auf dem Kohlberg Energie für ein hartes Berufs- und Familienleben. Schließlich war Neuenrade ja einmal ein Luftkurort, den jedes Kind in nahen Kohlenpott kannte. Auch die Holländer waren immer gern gesehen Gäste auf den Neuenrader Höhen.

Sauer war Stägert aufgestoßen, dass die Mitglieder der BI „Rettet den Kohlberg e.V“ allesamt als Gegner von Windkraftanlagen bezeichnet würden. „Dem ist nicht so..“ sagte Stägert. Er selber habe als junger Mann gegen z.B. Atomkraft demonstriert und sich für erneuerbare Energie stark gemacht. Wichtig sei eine gut überlegte Planung von solchen Anlagen. Hierbei muss das Wohl von Mensch und Tier immer in den Vordergrund gestellt werden, meinte Detlef Stägert und verwies auf das nahegelegene Kohlberghaus mit seinen psychisch kranken Patienten.

Zeitgleich hatte die Firma SL Windenergie im Saal des Kaisergarten eine Informations-Show installiert. Der Geschäftsführer der SL Windenergie, Herr Klaus Schulze Langenhorst, versuchte in das Gebilde der Demo einzudringen und bot den Demonstranten einen Besuch in den Kaisergarten an. Dieses wurde aber von den Demonstranten abgelehnt.

Wilfried Bracht hielt nochmals in aller Deutlichkeit fest, dass Klage gegen diesen Windkraftwahn auf dem Kohlberg eingelegt wurde. Bracht sagte, dass die BI den Richterspruch – ganz im Sinne einer funktionierenden Demokratie- in jedem Fall akzeptieren wird.

Zum Abschluss dieser Veranstaltung ließen die Demonstranten hunderte rote Luftballons in den Himmel steigen.

Dieser Bericht erschien im Lennespiegel

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