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Arbeitsplätze statt pendeln

Neuenrade ist ein guter Wirtschaftsstandort mit zumeist gut aufgestellten Industriebetrieben. Sie sind innovativ und stark, teilweise sogar Weltmarktführer. Durch immer effizientere Fertigungstechniken und erhöhte Automatisierung steigt die Produktivität. Das führt dazu, dass pro Mitarbeiter deutlich höhere Stückzahlen produziert werden können und deswegen weniger Arbeitskräfte nötig sind. Damit die Neuenrader und deren Kinder jedoch weiterhin attraktive und vernünftig bezahlte Arbeitsplätze in Neuenrade finden, ist es unerlässlich, dass sich die Stadtverwaltung und das Stadtmarketing intensiv um die Ansiedlung neuer Betriebe in Neuenrade kümmert.

Schon heute verlassen prozentual mehr junge Menschen Neuenrade als in anderen vergleichbaren Städten. Das führt auf Dauer zu einer Überalterung der Bevölkerung. Sich damit zufrieden zu geben, dass Neuenrade eine schöne Wohnstadt ist, reicht nicht. Wer hier wohnt sollte auch hier arbeiten können. Rund 3.500 Neuenrader Arbeitnehmer/innen pendeln in andere Städte, lediglich etwa 2.500 auswärtige Berufstätige kommen zum Arbeiten nach Neuenrade. Das führt zu einem hohen Verkehrsaufkommen und kostet viel Zeit und Geld. Für unsere Umwelt ist diese Verkehrsbelastung durch Abgase, Lärm und Staub auch nicht gut. Darüber hinaus ist die Stadt von den Gewerbesteuereinnahmen abhängig, um die Infrastruktur zu erhalten und den Neuenrader Bürgern ein attraktives Städtchen zu bieten, in dem sie gerne wohnen. Hier gibt es noch viel zu tun. Wer hier wohnt sollte möglichst auch hier arbeiten können. Zumindest ist ein ausgeglichenes Verhältnis von aus- und einpendelnden Arbeitskräften anzustreben. Sich mit der derzeitigen Situation abzufinden ist ein sträfliches Versäumnis und holt uns auch am Ende mit fehlenden Einnahmen aus Gewerbesteuern ein. Wohlhabende Städte haben in der Regel eine solide, innovative und wachsende Industrie. Wir bleiben dran.

 

5. Grund: Kreisverkehr statt Ampelstau