Unser Geld bleibt hier
46,4 % unserer städtischen Einnahmen – also des Geldes der Neuenrader Bürger – gibt die Stadt an andere Behörden und Institutionen weiter. Dieser Anteil steigt jedes Jahr. Wir finden: Hier ist dringend Widerstand nötig.
40 % gehen an den Kreis. Dort werden ständig neue Aufgaben geschaffen und Personal aufgestockt – auf Kosten der Kommunen. Der Landrat hat sich, ebenso wie unser Bürgermeister, eine eigene Presseabteilung gegönnt. Aus unserer Sicht dient diese hauptsächlich der Eigenwerbung – oder, deutlicher gesagt, der Selbstbeweihräucherung. All dies geschieht auf Kosten der ohnehin schon stark belasteten Bürger. Angesichts der gestiegenen Kosten für Energie, Löhne und viele weitere Bereiche halten wir solche Aufgabenerweiterungen für unangebracht. Sparsamkeit ist gefragt – ebenso wie klarer Widerstand von Politik und Verwaltung gegen ständige Erhöhungen der Umlagen. Für 2025 hat sich der Kreis mit Zustimmung der großen Parteien eine Steigerung von 11,6 % genehmigt. Das schwächt Neuenrade finanziell Jahr für Jahr.
Ein Blick in den Haushaltsplan des Kreises zeigt: Fast alle Positionen finden sich auch im Haushalt Neuenrades. Der Eindruck von Doppelarbeit drängt sich auf. Warum Abteilungen in Lüdenscheid dieselben Themen bearbeiten wie Abteilungen in Neuenrade, ist nicht nachvollziehbar. Entscheidungen sollten vor Ort in den Kommunen getroffen werden – dort, wo die Verantwortung liegt. Das würde Bürokratie abbauen und Kosten senken.
Neben der Kreisumlage zahlen wir noch 2,1 % Gewerbesteuerumlage und 4,3 % für Zweckverbände, Krankenhausinvestitionen, VHS, Musikschule, Landschaftsverband und weitere Institutionen. Gleichzeitig steigen für uns Bürger die Preise für Strom, Treibstoff, Lebensmittel und vieles mehr. Geld, das wir hier dringend benötigen, wird für Rüstung, die Unterstützung von Kriegen in anderen Ländern oder für Flüchtlinge aus Krisen- und Armutsregionen ausgegeben. Unser Ziel sollte Frieden sein – nicht die Befeuerung von Konflikten mit all ihren negativen Folgen.
Unser Geld brauchen wir hier in Neuenrade, um unseren Wohlstand und unsere Infrastruktur zu sichern. Nur finanziell gut aufgestellte Bürger und Kommunen können anderen helfen. Doch aktuell sieht es nicht gut aus. Nach vielen schönen Projekten kurz vor der Wahl ist der finanzielle Spielraum unseres neuen Bürgermeisters nun fast aufgebraucht. Der Kämmerer hat die Parteien bereits zu einem Gespräch über die drohende Finanzmisere einberufen.
Wir setzen uns für einen soliden, für die Bürger tragbaren Haushalt ein. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme.