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Unser Nah­erholungs­gebiet – vom Winde verweht

Unser wichtigstes Neuenrader Naherholungsgebiet ist der Kohlberg im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Vom historischen Quitmannsturm ist die Aussicht wunderschöne über den bewaldeten Kohlberg sowie das im Tal gelegene Neuenrade. Auf dem Kohlberg tritt die Springerquelle hervor, aus der Altena und auch Neuenrade mit Wasser versorgt werden. Sehenswert sind außerdem das Ehrenmal, das derzeit restauriert wird und der denkmalgeschützte Waldfriedhof. Der Trimm-Dich Pfad, die Wanderwege und auch die Skiwiese mit Lift sind im Sommer und im Winter Touristenmagneten. Besonderen Charme hat der Baby-Wald mit dem Schnuller-Baum. Am Wochenende sind Spaziergänger und Fahrradfahrer unterwegs, die auf dem Kohlberg Entspannung, Ruhe und Erholung suchen. Natürlich treffen dort auf den Waldwegen auch viele Hundebesitzer, die dort Gassi gehen. Uns von der FWG ist und war der Schutz dieser Natur vor der Haustür wichtig.

Leider ist es mit der Beschaulichkeit auf dem Kohlberg vorbei. Unser Naherholungsgebiet ist „vom Winde verweht.“ Es wurde wegen der Proteste der Bürger von Altenaffeln und Affeln, die auf den Feldern und Wiesen vor ihren Häusern keine 200 m hohen Windkraftanlagen haben wollten, geopfert. Die Stimmen der etwa 80 % CDU-Wähler in den dörflichen Ortsteile haben Gewicht: und Zack, spielte der Naturschutz und das Naherholungsgebiet auf dem Kohlberg sowie das Kohlberghaus mit den teilweise schwer kranken Menschen keine Rolle mehr. Der Kohlberg – einst als „Tafelsilber“ bezeichnet – wurde der Windkraft geopfert. Vollmundig wurde den Bürgern von der CDU und dem Bürgermeister weis gemacht, dass sich die Windräder unscheinbar, kaum sichtbar für die Neuenrader, an der Grenze zu Dahle ins Landschaftsbild einfügten. Insofern haben wir das Gefühl die Bürger wurden über den Tisch gezogen. Vieles wurde hinter verschlossenen Türen beschlossen, nicht transparent für die Bürger. Nun bleibt abzuwarten, wie es nach dem Baustopp weiter geht. Der bisher angerichtete Schaden für alle Beteiligten ist jedoch hoch.

Aus unserer Sicht wäre es möglich gewesen, den Bau der Windkraftanlagen auch auf dem Kohlberg im Vorfeld zu verhindert. Der Standort auf dem Kohlberg ist einfach schlecht für Neuenrade. Die wohlwollende Kooperation mit der Windkraftindustrie hat den Bürgern erheblich geschadet. Verantwortungsbewusstes Handeln zum Wohle der Bürger sieht für uns anders aus.

 

9. Grund: Wir möchten unsere Altstadt zurück